METHODEN

APPRECIATIVE INQUIRY

Erkunde, was in eurem Team bereits gelingt, und gestalte daraus gemeinsam die nächsten Schritte. Die Übung „Stolz & Bedauern“ schafft Raum für ehrliche Reflexion.

Mehr Selbstbewusstsein
Weniger Konflikte
Bessere Zusammenarbeit
Größere Wirkung
STÄRKENORIENTIERTE ENTWICKLUNG

FRAGEN, DIE VERÄNDERUNG IN GANG SETZEN.

Appreciative Inquiry (AI) ist ein Ansatz zur gemeinsamen Entwicklung von Teams und Organisationen. Ausgangspunkt sind konkrete Erfahrungen, in denen Zusammenarbeit, Führung oder Veränderung bereits gut gelungen sind. Die Beteiligten erkunden, welche Bedingungen das möglich gemacht haben, und gestalten daraus eine tragfähige Zukunft.

Das ist keine Einladung, Probleme schönzureden. Schwierige Erfahrungen werden ernst genommen. Die Fragen richten sich darauf, was daraus gelernt werden kann und welche vorhandenen Kräfte für den nächsten Schritt nutzbar sind.

1. Define · Thema klären

Was möchten wir gemeinsam stärken? Formuliert eine konkrete, positive Leitfrage, zum Beispiel: „Wann gelingt uns bereichsübergreifende Zusammenarbeit?“

2. Discover · Gelungenes erkunden

Erzählt euch konkrete Situationen, in denen das gewünschte Miteinander schon sichtbar war. Was haben Menschen getan? Welche Bedingungen halfen?

3. Dream · Zukunft entwerfen

Wie sähe der Arbeitsalltag aus, wenn solche Situationen häufiger gelängen? Beschreibt beobachtbare Szenen statt allgemeiner Wünsche.

4. Design · Bedingungen gestalten

Welche Rollen, Absprachen und Routinen braucht es dafür? Entscheidet gemeinsam, was ihr konkret verändern wollt.

5. Destiny · Ins Tun kommen

Vereinbart erste Experimente, Verantwortliche und einen Termin zur Rückschau. Lernt aus den Ergebnissen und passt den nächsten Schritt an.

Das ursprüngliche 4-D-Modell beginnt mit Discover; die heutige 5-D-Darstellung ergänzt Define als bewusste Klärung des Themas.

ÜBUNG FÜR DAS FÜHRUNGSTEAM

STOLZ & BEDAUERN: WAS NEHMEN WIR MIT?

Diese von mir gestaltete Reflexionsübung verbindet die Frage nach gelungenen Momenten mit einem ehrlichen Blick auf verpasste Chancen. Sie ist ein Einstieg in ein Führungsgespräch und keine standardisierte Phase von Appreciative Inquiry.

Rahmen: 60–90 Minuten, zunächst 5 Minuten stille Vorbereitung, dann 20–30 Minuten Interviews zu zweit und anschließend gemeinsame Muster und nächste Schritte im Team. Jede Person entscheidet selbst, was sie in die Runde einbringt. Persönliche Aussagen werden nur mit Einverständnis weitergegeben.

STOLZ · WAS GELANG?

Erzähle eine konkrete Geschichte.

  1. Auf welche Situation in deiner Führung bist du in letzter Zeit stolz?
  2. Was hast du selbst getan? Was haben andere beigetragen?
  3. Welche Stärken und Bedingungen haben den Unterschied gemacht?
  4. Was davon sollten wir im Führungsteam häufiger möglich machen?
BEDAUERN · WAS HABEN WIR GELERNT?

Betrachte eine verpasste Möglichkeit.

  1. Welche Entscheidung oder unterlassene Handlung bedauerst du?
  2. Was war damals schwierig? Welche Rahmenbedingungen spielten mit?
  3. Was hättest du oder hätten wir gebraucht, um anders zu handeln?
  4. Was würdest du heute konkret anders tun?

Deine Antworten festhalten

Beantworte die Fragen für dich. Du kannst deine Notizen als Textdatei herunterladen und selbst entscheiden, was du im Interview teilst. Ohne Download gehen die Eingaben beim Verlassen der Seite verloren.

Die Eingaben bleiben in deinem Browser. Es werden keine Antworten an Tobias Illig übertragen.

Für die Gesprächsführung: Erst zuhören und nach konkreten Beobachtungen fragen. Keine Rechtfertigung, Bewertung oder öffentliche Zuschreibung von Schuld. Bedauern dient dem Lernen, nicht dem Bloßstellen.

Gemeinsame Auswertung im Führungsteam

Sammelt aus den Stolz-Geschichten wiederkehrende Stärken und förderliche Bedingungen. Fragt anschließend, welche Hindernisse sich in den Bedauern-Geschichten zeigen. Einigt euch auf eine Praxis, die ihr fortführt, eine, die ihr verändert, und einen Termin, an dem ihr die Wirkung überprüft.

FÜHRUNGSTEAM-WORKSHOP ANFRAGEN

WOZU PASST DIE METHODE?

Teamentwicklung

Wenn das Team aus erfolgreichen Momenten konkrete Regeln für Zusammenarbeit ableiten will.

Zur Teamentwicklung →

Reflected Best Self

Wenn du zusätzlich Rückmeldungen zu deinen persönlichen Stärken sammeln möchtest.

Zur Methode →

Grundlagen: Appreciative Inquiry Commons: 5-D-Zyklus · The Essentials of Appreciative Inquiry.

DEIN NÄCHSTER SCHRITT

Entfalte deine Stärken. Bewirke mehr.

Entdecke, was dich und andere weiterbringt – persönlich, im Team und in deiner Organisation.

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